Machen Kinder glücklich?

Ob Kinder ein notwendiger Bestandteil sind, um sein Leben als glücklich zu empfinden, ist für viele Menschen in diesen modernen Zeiten eine entscheidende Frage. Die Evolution hatte darauf immer eine eindeutige Antwort, doch das Leben in Zeiten der Marktwirtschaft eher eine differenzierte.

Wie die Frage beantwortet wird, hängt heute nämlich unter anderen ab vom Alter der Eltern, der Größe der Familie und den finanziellen Umständen.

Das Alter der werdenden Mütter und Väter ist entscheidend. Die große Gruppe jener Deutschen, die zwischen 23 und 34 Jahren die  Elternschaft antreten, erlebt einen Aufschwung des Lebensglücks. Und wer sein erstes Kind mit 35 Jahren oder später bekommt, erfährt ein noch größeres und anhaltenderes Glücksgefühl.

So richtig geht das Herz nur beim ersten Kind auf. Nach der zweiten Geburt schwingt sich das Glück nicht mehr in große Höhen. Und beim dritten Kind können Eltern froh sein, wenn es mit ihrer Stimmung nicht bergab geht. Bei den meisten Familien sinkt das verfügbare Einkommen, wenn Kinder versorgt werden müssen.

Auch das Lebensalter des Nachwuchses spielt eine große Rolle, ob Glück empfunden wird oder eher nicht: Positive wie negative Empfindungen halten sich die Waage bis der Sprössling etwa das Schulalter erreicht. Eltern erweisen sich bis zum vierten Lebensjahr des Kindes als glücklicher als Erwachsene ohne Nachkommen.

Dort wo der Staat Eltern finanziell unterstützt (Elternzeit, Kindergeld usw.) korreliert dies positiv mit der Geburtenrate: Je mehr Geld, desto höher die Geburtenrate (in Deutschland 1,4, in Schweden 1,9 pro Frau).

Doch wo Krippe und Kindergarten einen Gutteil des Einkommens verschlingen, das die jungen Mütter in der Abwesenheit ihrer Kinder verdienen, sinkt die Motivation mehr als ein Kind zu haben nachweislich. Es ist auch schwer nachvollziehbar, dass diese Angebote Geld kosten, Schule hingegen nicht.

 

 

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