„Die Rente mit 67 ist noch nicht das Ende!“

So titelte der „Weser-Kurier“ am 22. Juli 2013 auf Seite 1.

Es ist in der Tat eine gute Nachricht, dass das Erreichen des Rentenalters mit 67 noch nicht gleichzeitig das Ende bedeutet – man kann ja nie wissen, ob man zukünftig mit 67 Jahren ggf.  eingeschläfert wird – aus Kostengründen.

Dass in dem Beitrag von Menschen berichtet wird, die angeblich noch mit 70 Jahren mit Freude zur Arbeit gehen, gehört ins Reich der Legende: Die meisten lohnabhängig beschäftigten Menschen zählen spätestens ab Mitte 50 bereits die noch verbleibenden Jahre und Monate bis zur Rente oder überlegen, wie sie früher ins „Reich der Freiheit“ gelangen können.

Denn in den meisten Fällen wird eine „unselbständige-abhängige Beschäftigung“ von wenig positiven Gefühlen begleitet. Im Gegenteil, die meisten Menschen empfinden „Arbeit“ eher als unvermeidbares Übel.

In der „Süddeutschen Zeitung“ konnte man am gleichen Tag lesen, dass 67,7 % aller Steuereinnahmen aus Lohnzahlungen stammen. Betrachtet man die beiden Nachrichten zusammen, dann wird die perfide Logik deutlich.

Zudem werden die Rentenkassen spürbar dadurch entlastet, dass jeder, der früher geht, weil er die steigenden Anforderungen der Arbeitswelt nicht mehr länger aushält, pro Jahr auf 3,6 % seiner Rente verzichten muss.

Doch bei einer inzwischen durchschnittlichen Altersrente in den alten Bundesländern von rund 700,- Euro monatlich (Männer kommen dabei auf etwa 970,- Euro, Frauen im Durchschnitt auf 473,- Euro) wird es eng mit früher gehen.

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