Kuhpatenschaft – muuuh …

Zilli

Zu Weihnachten habe ich eine Kuhpatenschaft geschenkt bekommen.

Als Pate erhielt ich ein Patenschaftsbild mit allen wichtigen Informationen zu „meiner“ Kuh „Zilli“, die mir zweimal jährlich als Dankeschön ein „ANDECHSER NATUR Genusspaket mit vielen köstlichen Bio-Produkten“ zukommen lässt. Sie ist fünf Jahre alt, hat drei Kinder und wohnt beim Bauern Wörnzhofer

Auch sonst bleibe ich als Pate über alle wichtigen Ereignisse im Leben meiner Patenkuh auf dem Laufenden – sei es Nachwuchs, der Beginn der Weidesaison oder neue Informationen zu ihrem Wohnort, dem Bio-Hof. Zum Geburtstag und zu Weihnachten gibt es ebenfalls liebe Grüße aus dem Bio-Stall.

Und einmal im Jahr wird jeder Pate zu einer exklusiven Veranstaltung in die Andechser Molkerei Scheitz eingeladen. Dort darf er sich auf eine Führung durch die Produktion, ein informatives Treffen mit einem der Bio-Landwirte und natürlich auf eine Verkostung der ANDECHSER NATUR Bio-Produkte im Hofladen freuen.

Schöne Idee, oder?

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4 Antworten zu Kuhpatenschaft – muuuh …

  1. schöne Idee aber Betrug. Oder bekommst Du am Schluss eine Info dass deine Kuh Zilli nun leider zum Metzger ging und im Präsentkorb findest Du dann ihre Rindersalami?
    Echte Kuhpatenschaften, wo die Kuh Gnadenbrot bis an ihr natürliches Lebensende bekommt gibt es nur bei Gnadenschutzhöfen. Adressen unter http://www.bio-kuh.de

  2. Wieso Betrug? Dieser Vorwurf wird der Idee nicht gerecht.
    Betrug wäre es, wenn der jeweilige Bauer nicht den versprochenen Teil der eingenommenen Summe bekäme.

    Hier geht es ganz klar um eine Vermarktung von Bio-Produkten. Mehr wurde auch nicht versprochen. Ein Teil der Summe geht an den Halter des Biolandbetriebes. Damit werden ökologisch wirtschaftende Bauern unterstützt. Mehr nicht. Ich bekomme zwei Mal im Jahr deren Bio-Produkte. Dagegen kann also nichts sprechen.

    Ob man Tiere töten bzw. essen darf / sollte, steht auf einem anderen Blatt. Darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein.

    Da bringen sie gedanklich mE etwas durcheinander.

  3. Familie aus Wolfratshausen sagt:

    Also bei uns war es eine böse Geschichte. Man hat uns, wie sich nach einem halben Jahr herausgestellt hat, eine Kuh vermittelt, die bei Beginn der Patenschaft bereits einen Monat tot war. Die Andechser Molkerei hat die Kuh nach ihrem Tod noch sage und schreibe fünf Monate weiter als Patenkuh beworben und erst dann aus dem Internet herausgenommen, als der Biobauer nach zwei, natürlich vergeblichen, “Patenschaftsbesuchen” unsererseits und unserer Ankündigung, auch ein drittes Mal auf seinen Hof zu kommen, die Molkerei anrief. Das erste Mal erzählte uns der Bauer, die Kuh sei auf einer 30 km entfernten Alm, das zweite Mal schickte die Bäuerin ihre Kinder, die Kuh zu suchen und uns zu zeigen (naturgemäß vergebens). Die Andechser Molkerei benachrichtigte uns nach Herausnahme der Kuh aus dem Patenschaftsprogramm (fünf Monate nach der Tötung), dass die Kuh vor kurzem einen “Unfall” gehabt hätte. Als wir Näheres wissen wollten und nachhakten, hieß es dann nach geraumer Zeit, sie habe eine Eileiterschwangerschaft gehabt und wäre “eingeschläfert” worden. Als wir mit Internetquellen darauf hinwiesen, dass es bei Rindern keine Eileiterschwangerschaft gibt, hörten wir wieder lange nichts, hakten nach, und man erzählte uns dann, die Kuh sei Mitte September 2013 wegen einer Schwergeburt zusammen mit ihrem Kalb getötet worden. Unsere Patenschaft haben wir aber erst einen Monat später im Oktober 2013 gekauft.
    Soviel dazu, wie die Realität der Andechser Kuhpatenschaft auch aussehen kann (wenn man nicht aufgibt, zu recherchieren, und nicht alles glaubt, was Einem so erzählt wird).

  4. Uuuuh, das ist ja gruselig!
    Immer mehr hat man den Eindruck, dass der Wirtschaft nichts mehr „heilig“ ist, und es auch bei der Patenkuh letztendlich nur um den „Tanz ums Goldene Kalb“ geht.
    Fazit: Idee gut, Realisierung schlecht.

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