Die Nation trauert um einen Torwart – um wen noch?

Wie schon beim Freitod des Industriellen Merckle am 12. Januar 2009 möchte der kritische Zeitgeist erneut darauf hinweisen, dass es aus seiner Sicht eine Ungeheuerlichkeit von gleich welcher Person ist, auf eine Weise aus dem Leben zu scheiden, dass andere Menschen dadurch traumatisiert oder auf eine andere Weise molestiert werden.

Wo war bei den spektakulär inszenierten Trauerfeierlichkeiten das Mitgefühl für die beiden Lokomotivführer, die Herrn Enke überfahren mussten (!)? Wer gedachte der Menschen, die die Reste von Herrn Enke einsammeln mussten (!)?

Wohl gemerkt: Jeder hat das Recht aus und mit seinem Leben zu machen, was er will. Doch im Falle eines selbstgewählten vorzeitigen Endes möge jeder auch an jene denken, die a) damit zurückbleiben und b) ggf.. sehr unschöne Arbeiten damit haben.

Es gibt eine Vielzahl sauberer Methoden, wie mensch sich entseelen kann. Warum immer wieder der Zug?

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