Jäger und Sammlerinnen

Ja, Sie haben richtig gelesen! Nachdem die unsägliche Alice Schwarzer gerade ein Buch zum Thema „50 Jahre Emanzipation“ herausgegeben hat, möchte ich die immer noch so bewegten Frauen einmal mittels dieses Begriffes aufmischen. Denn wenn frau sonst auch ausgesprochen viel Wert auf den weiblichen Suffix legt, platzt ihr doch gerade bei diesem Beispiel vermutlich wieder einmal das Mieder.

Denn die emanzipierte Frau möchte keineswegs als Sammlerin durchgehen, erinnert sie das doch zu sehr an Kinder, Küche und heimischen Herd. Doch der Begriff stimmt. Gerade das war die Frau und ist sie auch heute noch zu großen Teilen. Oder haben Sie nicht bemerkt, dass fast nur Frauen ein Körbchen auf dem Fahrrad haben? Nein, Eric Zabel und Jan Ulrich und ich haben keins!

Naturgesetze verbeugen sich auch nicht vor der Emanzipationsbewegung. Hingegen wäre „Jägerin“ ein Paradox, ähnlich wie ein schwarzer Schimmel. Ja, werden Sie jetzt sagen, die Amazonen! Ja, es gibt auch Frauen mit Jagdschein. Geschenkt!

Wenn frau nicht so verkniffen an die Sache herangehen würde, wie das jahrzehntelang die Regel war, dann könnten wir feststellen, dass die Natur sich bei den meisten Dingen schon etwas gedacht hat. Unterschiede sind wichtig. Erst komplementäre Eigenschaften machen Lebewesen in der Gemeinschaft überlebensfähig. Das ist kein Zufall. Frauen sind nun einmal anders als Männer. Und das ist gut so.

Es ist definitiv keine Schande, Sammlerin zu sein. Und es ist nicht in Ordnung, deswegen als geringer oder gar minderwertig behandelt zu werden – genauso wenig, wie ständig als  „Jäger“ ausgepfiffen zu werden.

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