Neben meinen beruflichen Aufgaben erlaube ich mir, hin und wieder über den gesellschaftlichen Tellerrand zu schauen. Parallel zur öffentlichen und veröffentlichten Meinung notiere ich hier zum Teil abweichende Meinungen. Denn jede Gesellschaft braucht kritische Zeitgeister - auch wenn Deutschland mit seinen Kritikern meist gnadenlos umgegangen ist.
Einst musste die alten Ägypter ihre Nachrichten mühselig in Stein meißeln. Heute bietet uns das Internet eine sehr viel einfachere Möglichkeit, den nachkommenden Generationen unsere Aufzeichnungen zu hinterlassen. Wir sollten es nutzen.
Ähnlich, wie ein Maler ein Bild malt oder einen Steinhauer ein Skulptur meißelt, versuche ich die Welt mit Worten zu beschreiben. Da ich nicht malen oder bildhauern kann, müssen Worte reichen.
“Seit langem bin ich wie besessen von der Aufgabe zu retten, was zu retten ist, ich habe nie etwas liegenlassen können, was zu bekommen war, und ich habe alles gesichtet und geordnet. Den Guten, die auch immer ein wenig böse sind, und den Bösen, die auch von einer Mutter geboren wurden, habe ich zugehört, und ich habe ihre Texte zu einem Dialog formiert.” (Walter Kempowski – aus der Vorrede zum “Echolot”