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	<title>Heidtmanns Z(w)eitgeist</title>
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	<description>Privates und Hintergründiges aus Politik, Philosophie und Psychologie</description>
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		<title>Humor &#8211; als soziales Schmiermittel</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 05:46:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Heidtmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>

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		<description><![CDATA[Der britische Wirtschaftsautor Benjamin Mee besitzt nicht nur den &#8220;Dartmoor Zoo&#8221; bei Plymouth, sondern denkt auch gerne über das Verhalten von Tieren nach. In der SZ vom 12/13. Mai 2012 spricht er in einem Interview mit Harald Hordych über Humor. In &#8230; <a href="http://www.zweitgeist.net/2012/05/humor-wenn-man-trotzdem-lacht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der britische Wirtschaftsautor <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dartmoor_Zoological_Park">Benjamin Mee </a>besitzt nicht nur den &#8220;<a href="http://www.dartmoorzoo.org/">Dartmoor Zoo</a>&#8221; bei Plymouth, sondern denkt auch gerne über das Verhalten von Tieren nach. In der SZ vom 12/13. Mai 2012 spricht er in einem Interview mit Harald Hordych über Humor.</p>
<p>In jeder sozialen Gruppen besteht die Hauptaufgabe darin, mit den anderen Mitgliedern der Gruppe gut auszukommen. Der Humor ist ein Mittel dafür. Denn wer Humor hat, beweist, dass er ausgeprägte soziale Fähigkeiten hat.</p>
<p>Betrachtet man die Geste des Lachens ontogenetisch, dann ist sie eine Beschwichtigungs- bzw. Unterwerfungsgeste &#8211; bei der der Rangniedere am meisten lacht.</p>
<p>Unterwerfen und Lachen sind nämlich aneinander gekoppelt. Lachen ist ein Eingeständnis: &#8220;Du bist stärker als ich &#8211; und ich mache Dir keine Schwierigkeiten!&#8221;</p>
<p>Deshalb lachen auch die meisten Mitarbeiter über die Witze ihres Chefs - und er lacht eher selten über deren Witze. Sie mögen ihn, weil sie von ihm gemocht werden wollen.</p>
<p>Humor ist also auch Ausdruck von Hierarchie &#8211; und Intelligenz: Denn wer einen Witz macht, beweist, dass er über den Dingen steht, sie durchschaut, gescheit ist.</p>
<p>Deshalb kann in einer Männerrunde das Erzählen von Witzen zu einem wahren Wettbewerb werden: Wer hat den besten Witz bzw. wer kennt die meisten? Wer erzählt ihn am besten?</p>
<p>Apropos: Kennen Sie den schon? Treffen sich zwei Jäger &#8211; beide tot!</p>
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		<title>Kriminell im Namen des Sports</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 05:47:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Werner Kleindiek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das ist mir noch aufgefallen]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Ausschreitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Fußballspiele]]></category>
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		<description><![CDATA[Jedes Wochenende schlagen Sie zu an vielen Städten, Orten und Dörfern unseres Landes. Ein Großaufgebot der Polizei ist Woche für Woche in höchst brisanten Aufträgen unterwegs. Es geht dabei um nichts Anderes als Fußball! Wie schön, ein sportliches Ereignis, bei &#8230; <a href="http://www.zweitgeist.net/2012/05/kriminell-im-namen-des-sports/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zweitgeist.net/wp-content/uploads/2012/05/HWK11.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-9706" title="HWK1" src="http://www.zweitgeist.net/wp-content/uploads/2012/05/HWK11-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Jedes Wochenende schlagen Sie zu an vielen Städten, Orten und Dörfern unseres Landes. Ein Großaufgebot der Polizei ist Woche für Woche in höchst brisanten Aufträgen unterwegs.</p>
<p>Es geht dabei um nichts Anderes als Fußball! Wie schön, ein sportliches Ereignis, bei dem es lediglich um ein Fußballspiel geht, vergnüglicher Zeitvertreib am Wochenende.</p>
<p>Weit gefehlt, es geht nicht um Sport, es geht um Milliarden, um harte Euros!</p>
<p>Gestern konnten Millionen Zuschauer am Fernsehen eine weitere Spitze im Fußballsport mit erleben – Spielunterbrechung durch Sprengkörper und bengalisches Feuer – fast kommt es zum Abbruch.</p>
<p>Da müssen ganze Heerscharen der Polizei auftreten, um zu versuchen, dass es ohne Tote und Verletzte abgeht- bei einem Spiel. Mittlerweile ist es ja langweilig geworden mit den Fäusten aufeinander los zu gehen. Waffen sind zwar verboten, aber wer bemerkt schon die Messer oder gar Sprengkörper, die ins Stadion geschmuggelt werden.</p>
<p><span id="more-9614"></span></p>
<p>Dann werden mal eben ein paar Ordnungshüter schwer verletzt und dürfen froh sein, dass sie noch leben (Spiel Osnabrück gegen Preußen Münster). Da werden Besucher des Spiels (wohl bemerkt Gäste) auf einer Raststätte an der Autobahn (auf dem Heimweg) angehalten und verprügelt (sogenannte Fans vom 1. FC Köln). Da werden Besucher auf dem Heimweg überfallen und zu Tode geprügelt (zumindest kämpften die Ärzte noch am Montag um das Leben des Betroffenen in Bielefeld).</p>
<p>Jeder von Ihnen weiß, dass man diese Zeilen unendlich fortsetzen könnte, und das an jedem Wochenende, und nicht nur in den obersten Ligen und Großstädten (und auch nicht nur in unserem Land).</p>
<p>Da stellt man sich doch die Frage: Warum ist das so? Warum ändert da niemand etwas daran? Die Polizei, die in Hundertschaften jedes komplette Wochenende (Freitag bis einschließlich Sonntag – und oft auch noch Mittwoch) für die Sicherheit sorgen muss, eine Sicherheit, die Sie und ich bezahlen. Die Vereine jonglieren mit Milliarden und sorgen weder für Ruhe und Ordnung, noch für einen gefahrlosen Ablauf der Spiele. Warum eigentlich? Warum werden diese Vereine nicht entsprechend zur Kasse gebeten, Geld spielt doch offensichtlich überhaupt keine Rolle. Wenn für die Spieler schon Millionen keine Rolle spielen, warum ist ihnen dann die Sicherheit des Publikums nichts Wert?</p>
<p>Natürlich ist der Sport ein sehr großer wirtschaftlicher Faktor, und damit sind wir wieder beim Thema Nr. 1: Aber bitte, dann sollen die Vereine auch einen entsprechenden Beitrag leisten. Offensichtlich ist es ihnen egal, was da so am Rande passiert. Alle tun dann zwar höchst entsetzt und bezeugen, dass sie alles daran setzen werden, damit es nicht wieder passiert, doch das ist leeres Geschwätz. Nichts wird unternommen oder nur sehr halbherzig als Pseudoveranstaltung.</p>
<p>Was waren das noch für Zeiten, als Sport wirklich die schönste Nebensache der Welt war, und sich niemand sorgen musste, dass man als Besucher heil und unversehrt nach Hause kam.</p>
<p>Hans-Werner Kleindiek</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Über Schuld und Schulden</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 05:09:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Heidtmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bank]]></category>
		<category><![CDATA[Kredit]]></category>
		<category><![CDATA[Schuld]]></category>
		<category><![CDATA[Schulden]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass &#8220;Schuld&#8221; und &#8220;Schulden&#8221; nicht nur lexikalisch in einem engen Zusammenhang stehen, sondern auch semantisch, beweist nicht zuletzt die christliche Glaubenslehre, (deren Verquickung mit dem kapitalistischen Wirtschaftssystem spätestens unter Calvin deutlich wird, wie u.a. Max Weber in seiner &#8220;Protestantischen Wirtschaftsethik&#8221; &#8230; <a href="http://www.zweitgeist.net/2012/05/uber-schuld-und-schulden/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass &#8220;Schuld&#8221; und &#8220;Schulden&#8221; nicht nur lexikalisch in einem engen Zusammenhang stehen, sondern auch semantisch, beweist nicht zuletzt die christliche Glaubenslehre, (deren Verquickung mit dem kapitalistischen Wirtschaftssystem spätestens unter Calvin deutlich wird, wie u.a. Max Weber in seiner &#8220;Protestantischen Wirtschaftsethik&#8221; hinreichend beschrieben hat), deren &#8220;Vaterunser&#8221; Sünden und Schulden in einen universellen Zusammenhang setzt: &#8220;Vergib uns unsere Sünden, wie wir vergeben unseren Schuldigern&#8221;.</p>
<p>Die Organisation von Geldschulden unseres Wirtschaftssystems prägt den sozialen und moralischen Charakter unserer Gesellschaften tief. Bereits Marx/Engels hatten auf den Warencharakter menschlicher Beziehungen hingewiesen und machten deutlich, wie sehr das gesellschaftliche Sein das Bewusstsein bedingt.</p>
<p><span id="more-9659"></span>Die Geschichte ist voller Beispiele von Katastrophen, Aufständen und Kriegen, deren Ursache die Gier nach Gold und Geld ist. Vielfach war die Ursache dieser Gier drückenden Geldschulden geschuldet. Die sozialen Desaster von Geldschuld auf allen Kontinenten dieser Erde sind Legion. Veneziansiche oder genuesische Bankiers trugen daran eine ebenso große Schuld wie zB die deutschen Fugger.</p>
<p>Die Gesellschaft insgesamt, die ihr Wirtschaftssystem über Geldschulden organisiert, ist moralisch indifferent gegenüber den Schäden, die sie anrichtet. Geld regiert die Welt und nur ein Marktsystem, das auf Geldschulden aufgebaut ist, ist in der Lage, Geld aus Geld &#8211; und damit aus dem Nichts &#8211; zu generieren.</p>
<p>Und so ist denn auch die Debatte um Staatsschulden ebenso obsolet wie paradox. Ohne Schulden und ohne den damit verbundenen Zins würde das kapitalistische System nicht funktionieren. Nicht nur fehlte der Anreiz (Kredit) zum aktiven Risiko und Wagen, sondern auch der zum reaktiven Tun (Tilgung) überhaupt. Dass ohne den obligatorischen Zins auch das ebenso obligatorische Wachstumsgesetz entfiele, will niemandem auffallen.</p>
<p>Mit der Erfindung des Tauschmittels Geld beginnt die böse Falle. Bis dahin tauschten Handwerk, Bauern und Händler Waren in einem frei zu bestimmenden Verhältnis. Konnte jemand seinen Warenteil nicht sofort bedienen, blieb dieser als Warenkredit offen, dessen Basis das gegenseitige Vertrauen war.</p>
<p>In kommerziellen Ökonomien werden Transaktionen werden sofort abgerechnet. Wer nicht liquide ist, erhält Kredit. Das fehlende Vertrauen zwischen den Tauschenden wird ersetzt durch Kreditgeber, die den Grad ihres Vertrauens in die Zahlungsfähigkeit des Schuldners in Zins ausdrücken. Dies ist der Typ der heutigen Markt- und Finanzwirtschaft &#8211; Stichwort &#8220;rating&#8221;, &#8220;Bonität&#8221;, &#8220;Basel 2&#8243;.</p>
<p>Der Super-GAU für ein solches Wirtschaftssystem wäre, dass alle Schulden bezahlt werden &#8211; in diesem Moment stände das System nämlich still. Ein solches Schlaraffenland, bei dem der wesentliche Antrieb zur wirtschaftlichen Produktivität &#8211; Zins und Tilgung zu bedienen &#8211; fehlt, wollen weder Staaten noch die christliche Kirche sich recht vorstellen.</p>
<p>Denn hinter diesem Wirtschaftssystem verbirgt sich das Ungeheuerliche in seiner gesamten religiösen Monstranz: Es ist im christlichen Glauben die vermeintliche &#8220;Ur- und Erbsünde&#8221; und damit Urschuld des Menschen gegenüber dem christlichen Gott. Andere Religionen handhaben das ähnlich. Das &#8220;Opfer&#8221; ist Ausdruck und Versuch der Begleichung von &#8220;Schuld&#8221;. Diese metaphysische Schuldknechtschaft ist die Ausgangspunkt des materiellen Elends dieser Welt.</p>
<p>Dabei wäre die Lösung historisch nachweislich einfach: Das &#8220;Sabbatjahr&#8221; ist ursprünglich in der Tora ein Ruhejahr für das Ackerland. Nach 6 Jahren Bebauung wird das Land &#8211; in Analogie zum Sabbat als Ruhetag &#8211; ein Jahr brach liegen gelassen. Damit verbunden war die Bestimmung, im Sabbatjahr die Schulden zu streichen und die Sklaven frei zu lassen. Diese Regelung führte allerdings dazu, dass vor dem Erlassjahr kaum noch Kredite gewährt wurden. Auch heute noch gilt im Insolvenzrecht die Regel, dass jemand nach sieben Jahren wieder frei von seinen Schulden ist.</p>
<p>Abschließend noch dieser Gedanke:</p>
<p><em>&#8220;Wenn Du der Bank 100.000 Euro schuldest, gehörst Du der Bank.</em><br />
<em>Wenn Du der Bank 100 Millionen Euro schuldest, gehört die Bank Dir.&#8221;</em></p>
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		<title>Eine Frage der Gerechtigkeit?</title>
		<link>http://www.zweitgeist.net/2012/05/eine-frage-der-gerechtigkeit/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 05:45:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Werner Kleindiek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das ist mir noch aufgefallen]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Neo-Nazis]]></category>
		<category><![CDATA[Pro NRW]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesen Tagen werden wir erschüttert durch Bilder der Organisation „Pro NRW“ und den Auseinandersetzungen mit dem Islam. Mehrere schwer verwundete Ordnungshüter (sprich Polizistinnen und Polizisten) sind der Überrest einer mehr als fragwürdigen Demonstration in Bonn. Da stellt sich mir &#8230; <a href="http://www.zweitgeist.net/2012/05/eine-frage-der-gerechtigkeit/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zweitgeist.net/wp-content/uploads/2012/05/HWK1.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-9651" title="HWK1" src="http://www.zweitgeist.net/wp-content/uploads/2012/05/HWK1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In diesen Tagen werden wir erschüttert durch Bilder der Organisation „Pro NRW“ und den Auseinandersetzungen mit dem Islam.</p>
<p>Mehrere schwer verwundete Ordnungshüter (sprich Polizistinnen und Polizisten) sind der Überrest einer mehr als fragwürdigen Demonstration in Bonn. Da stellt sich mir die Frage nach dem „Warum“? Anzumerken ist natürlich, dass die Messerstecherei in Bonn von den Salafisten (die ich selbstverständlich ebenso wenig akzeptieren kann und will) ausging. Die „Neo-Nazis“ sind ja inzwischen so schlau (weil die Oberschicht von ihnen mittlerweile verstärkte Intelligenz hat), nur noch zu provozieren, zu beleidigen, Hetzparolen und Lügen zu verbreiten.</p>
<p>Die Organisation „Pro NRW“ ist eindeutig den „Neo-Nazis“ zuzuordnen. Sie  durchstreifen die Landschaft in NRW (vor den Wahlen, denn sie kann auch gewählt werden – wir leben ja in einer Demokratie) und provoziert mit gezielten Naziparolen in unserem Land lebende Mitbürger die dem Islam angehören. Bürger/-innen die sich bisher nichts haben zu Schulden kommen lassen.</p>
<p>Am Montag gab es eine weitere Demonstration in Münster-Hiltrup. Natürlich hatten sich Menschen zu einer Gegenaktion zusammen gefunden, um gegen „Pro NRW“ und den “Neo-Nazis“ zu demonstrieren.</p>
<p><span id="more-9605"></span></p>
<p>Gerichte hatten den Aufmarsch (wie immer in unserem Lande) genehmigt. In Bonn waren sogar die Hetzbilder von Karikaturen offiziell genehmigt (in Hiltrup mit Einschränkungen). In Bonn gab es zig verletzte Staatsdiener der Polizei. In Hiltrup ist es nicht dazu gekommen &#8211; zum Glück! Ein Großaufgebot der Polizei hat versucht, elf „Neo-Nazis“ einzugrenzen. Mit überdimensionierten Lautsprechern beleidigten diese alle Anwesenden und provozierten ganz gezielt. Schließlich zeigten sie dann sogar die Karikatur, um die Aktion weiter zu verschärfen. Dieses war ihnen zwar laut richterlichem Beschluss untersagt, doch die Polizei vor Ort entschied anders (vielleicht auch gut so).</p>
<p>Ich stelle erneut die Frage nach der Gerechtigkeit. Es muss den Bürgern unseres Landes doch allmählich mehr als fragwürdig erscheinen, dass alle Gerichte pro „Neo-Nazis“ entscheiden und dafür sogar Polizisten/-innen opfern, immer unter dem Deckmantel der Demokratie.</p>
<p>Es ist natürlich sehr einfach, in einem entfernten Gerichtssaal  ein Urteil zu fällen, das dann andere ausbaden müssen. Wo ist denn die Justiz bei diesen Demonstrationen? Ausgetragen werden diese Urteile auf dem Rücken der Polizei, der Bevölkerung, die sich gegen die „braune Suppe“ entscheidet und den Menschen, die in den Wohngebieten leben, in die man die „Aufmärsche“ umleitet.</p>
<p>Diese ganze Geschichte hatten wir doch schon einmal, und es ist daraus ein Flächenbrand unvorstellbaren Ausmaßes entstanden. Auch zu der Zeit hat die Justiz sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Warum also alle Rechte für die „Neo-Nazis“ und Einschränkung und Absperrung für die Bürger (wobei mir schon klar ist, dass sich gerade bei den Gegendemos sehr viele Autonome und Schlägertrupps untermischen).</p>
<p>Nur: Wer versetzt sich schon mal in die Lage der Polizei? Sie machen grundsätzlich alles falsch, müssen diejenigen schützen, mit denen sie nun überhaupt nichts zu tun haben wollen, müssen sich die ganze Zeit beschimpfen und provozieren lassen, müssen sich verprügeln und sogar abstechen lassen und werden schließlich auch noch von denen diskriminiert und angegriffen, die eigentlich „friedliebende Bürger“ sind, die einfach nur gegen Nazis sind, aus der Geschichte gelernt haben.</p>
<p>Ich verstehe nicht, warum unsere Gerichte immer wieder diese Provokation genehmigen(siehe das Zeigen der Karikaturen), mit dem Wissen, dass es eine bestimmte Bevölkerungsschicht verletzt und beleidigt. Es sind Bürger unseres Landes.</p>
<p>Wenn ich z.B. einen Richter/-in beleidigen würde, womöglich sogar öffentlich, hätte das fatale Folgen für mich und ich würde die Härte des Gesetzes zu spüren bekommen. Gelten für Richter andere Gesetzte, oder warum dürfen sie Bürger beleidigen? Nichts anderes ist für mich die Genehmigung der Karikaturen, die die Hetze noch verschärfen soll, damit die Provokation endlich Wirkung zeigt. Das hat mit Gerechtigkeit nichts mehr zu tun.</p>
<p>Hans-Werner Kleindiek</p>
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		<title>Die rote Jacke</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 05:30:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Heidtmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Modernes Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Outdoor]]></category>

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		<description><![CDATA[Zugegeben, ich hatte die rote Jacke längst vergessen. Wenn Paul mich nicht darauf hingewiesen hätte, wäre ich nicht darauf gekommen, dass sie einmal mir gehörte, die er nun trägt. Diese rote Jacke war meine erste „Funktionsjacke“, nachdem ich bis dato &#8230; <a href="http://www.zweitgeist.net/2012/05/die-rote-jacke/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zweitgeist.net/wp-content/uploads/2012/05/Tenson.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-9646" title="Tenson" src="http://www.zweitgeist.net/wp-content/uploads/2012/05/Tenson-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a>Zugegeben, ich hatte die rote Jacke längst vergessen. Wenn Paul mich nicht darauf hingewiesen hätte, wäre ich nicht darauf gekommen, dass sie einmal mir gehörte, die er nun trägt.</p>
<p>Diese rote Jacke war meine erste „Funktionsjacke“, nachdem ich bis dato nur „Outdoor“-Jacken aus Stoff getragen hatte (ggf. mit Sympatex/Goretex-Innenleben).</p>
<p>Ich versprach mir damals viel von der roten Jacke und nahm sie erstmals im April 2001 mit nach Fischland / Dars / Zingst.</p>
<p>Bei einem Ausflug an den Strand freute ich mich darauf, von den Vorteilen dieser Jacke  (winddicht!) zu profitieren. Doch bei Temperaturen knapp über 0 Grad und eisigem Wind wäre ich fast darin erfroren.</p>
<p>Ich habe dann allein den Rückweg zum Auto angetreten und der Sitzheizung gefrönt.<br />
Die Enttäuschung über die Jacke war groß. Zu Hause wurde sie deshalb lange in einen Schrank im Keller verbannt. Bis unser Ältester sie – zunächst für sich – entdeckte.</p>
<p>Doch schon bald kam er zu dem Entschluss, sie an Paul weiterzugeben, weil der – seiner Meinung nach – mit seiner blauen und dünnen Windjacke unzureichend für draußen ausgestattet war.</p>
<p>Paul steht die rote Jacke gut! Prima Qualität!</p>
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		<title>Hannover &#8211; Herrenhäuser Gärten</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 05:52:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Heidtmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Da fahren wir mal hin]]></category>
		<category><![CDATA[Herrenhäuser Gärten]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon lange war ein Besuch der &#8220;Herrenhäuser Gärten&#8221; in Hannover geplant. Anfang Mai war das Wetter prächtig und mit vorhergesagten 23 Grad ideal für einen solchen Ausflug. Dass es dann 27 Grad wurden, war insofern lästig, als die Bäume in &#8230; <a href="http://www.zweitgeist.net/2012/05/hannover-herrenhauser-garten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zweitgeist.net/wp-content/uploads/2012/05/DSCN0523.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-9581" title="DSCN0523" src="http://www.zweitgeist.net/wp-content/uploads/2012/05/DSCN0523-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Schon lange war ein Besuch der &#8220;Herrenhäuser Gärten&#8221; in Hannover geplant.</p>
<p>Anfang Mai war das Wetter prächtig und mit vorhergesagten 23 Grad ideal für einen solchen Ausflug. Dass es dann 27 Grad wurden, war insofern lästig, als die Bäume in diesem Vegetationsstadium noch keinen Schatten spendeten.</p>
<p>Die Herrenhäuser Gärten sind im Grunde genommen vier Gärten: Großer Garten, Berggarten, (der frei zugängliche) Georgengarten und der Welfengarten. Mit der Eintrittskarte (5 Euro) hat man sowohl in den Großen Garten als in den Berggarten Zutritt.</p>
<p><span id="more-9578"></span>Der barocke Große Garten wurde im Jahre 1666 begonnen und in seiner heutigen Form von 1696 bis 1714 unter Kurfürstin Sophie gestaltet. Er zählt zu den wenigen, in ihrer Grundstruktur erhaltenen Barockanlagen in Europa. Schon weithin sichtbar weist die Große Fontäne mit ihrem bis zu 80 Meter hohen Wasserstrahl den Weg zu der historischen Barockanlage.</p>
<p>Der Berggarten auf der anderen Seite der Herrenhäuser Straße wurde ebenfalls 1666 auf einem abgetragenen Sandberg nördlich des Schlosses als Küchengarten angelegt. Er ist damit einer der ältesten Botanischen Gärten Deutschlands. In seiner Geschichte vom Küchengarten bis zu seiner heutigen Form als botanischer Schaugarten mit ca. 11.000 verschiedenen Pflanzen hat er schon viele Höhepunkte erlebt.</p>
<p>Eine sehenswerte Bereicherung stellt der 1997 neu angelegte Präriegarten dar, der vor allem Stauden der nordamerikanischen Prärie zeigt. Ein Steingarten, ein Irisgarten und ein Wüsten- und Felssteppengarten mit trockenheitsliebenden Pflanzen aus unterschiedlichen Klimazonen ergänzen das Angebot.</p>
<p>Der nach dem König Georg IV von England und Hannover benannte Georgengarten wurde in seiner jetzigen Form in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegt. Unter der Leitung Christian Schaumburgs entstand ein malerischer Landschaftsgarten nach englischem Vorbild.</p>
<p>Im Mittelpunkt des nahe gelegenen Welfengartens befindet sich das Welfenschloss, der heutige Sitz der Universität Hannover.</p>
<p>Wer alle vier Gärten auf einmal sehen will, sollte gutes Schuhwerk nicht vergessen und einen ganzen Tag einplanen.</p>
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		<title>Nicht für die Schule lernen wir &#8230;</title>
		<link>http://www.zweitgeist.net/2012/05/nicht-fur-die-schule-lernen-wir/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 05:11:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Heidtmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>

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		<description><![CDATA[Das kann man weder mit alter noch neuer Rechtschreibung erklären &#8230; &#160;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9495" class="wp-caption aligncenter" style="width: 1034px"><a href="http://www.zweitgeist.net/wp-content/uploads/2012/04/Schule.jpg"><img class="size-full wp-image-9495" title="Schule" src="http://www.zweitgeist.net/wp-content/uploads/2012/04/Schule.jpg" alt="" width="1024" height="768" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: khh</p></div>
<p>Das kann man weder mit alter noch neuer Rechtschreibung erklären &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Beileid</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 05:28:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Heidtmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Beileid]]></category>
		<category><![CDATA[Kondolenz]]></category>
		<category><![CDATA[Mitleid]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer einen lieben Menschen durch Tod verloren hat, soll mit seiner Trauer nicht alleine dastehen. Das Ritual der Trauerfeier, Andacht und Beisetzung hat daher die wichtige Funktion, den Abschied, das Loslassen zu erleichtern. Sein &#8220;Beileid&#8221; auszusprechen heißt, der eigenen Betroffenheit eine Stimme &#8230; <a href="http://www.zweitgeist.net/2012/05/beileid/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer einen lieben Menschen durch Tod verloren hat, soll mit seiner Trauer nicht alleine dastehen. Das Ritual der Trauerfeier, Andacht und Beisetzung hat daher die wichtige Funktion, den Abschied, das Loslassen zu erleichtern.</p>
<p>Sein &#8220;Beileid&#8221; auszusprechen heißt, der eigenen Betroffenheit eine Stimme zu geben. Es soll dem Trauernden zeigen, dass wir bei ihm sind in seinem Leid. Ein anderes Wort dafür ist &#8220;Kondolenz&#8221; (lat. <em>con-</em> mit und <em>dolere</em> &#8211; leiden). Es bezeichnet die Bekundung der mitmenschlichen Anteilnahme, des Mitgefühls, der Mittrauer anlässlich des Todes eines Menschen gegenüber dessen Verwandten, Freunden oder anderen Nahestehenden.</p>
<p>Beileid kann (fern-) mündlich, persönlich durch Besuch, mittels eines Schreibens, durch eine Gedenkanzeige, durch Eintrag in ein Kondolenzbuch bzw. Kondolenzliste oder inzwischen auch in Trauerportalen im Internet erfolgen. Die Beziehung zum Toten und seinen Angehörigen bestimmt die Wahl der Mittel.</p>
<p><em>&#8220;Mitleid mit den Betrübten zu haben, ist menschlich; und wenn es gleich einem jeden wohl ansteht, wird es doch vorzüglich von denjenigen gefordert, die schon selber des Trostes bedurft und ihn bei anderen gefunden haben.&#8221; </em>(Boccaccio: &#8220;Decameron&#8221;, Vorwort)</p>
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		<title>Zwei Freunde</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 05:51:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Heidtmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwei Freunde wandern durch die Wüste. Während sie so gehen, kommt es zu einem Streit und der eine schlägt dem anderen im Affekt ins Gesicht. Der Geschlagene war gekränkt. Ohne ein Wort zu sagen, kniete er nieder und schrieb folgende &#8230; <a href="http://www.zweitgeist.net/2012/04/zwei-freunde/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Freunde wandern durch die Wüste. Während sie so gehen, kommt es zu einem Streit und der eine schlägt dem anderen im Affekt ins Gesicht. Der Geschlagene war gekränkt. Ohne ein Wort zu sagen, kniete er nieder und schrieb folgende Worte in den Sand: <em>„Heute hat mich mein bester Freund ins Gesicht geschlagen.&#8221;</em></p>
<p>Sie setzen ihre Wanderung fort und kommen bald zu einer Oase. Dort beschlossen beide, ein Bad zu nehmen. Der Freund, der geschlagen worden war, blieb auf einmal im Schlamm stecken und drohte, zu ertrinken. Sein Freund rettete ihn buchstäblich in letzter Minute. Nachdem sich der Freund erholt hatte, nahm er einen Stein und ritzte folgende Worte hinein: <em>„Heute hat mir mein bester Freund das Leben gerettet.&#8221;</em></p>
<p><span id="more-8556"></span>Der Freund, der ihn geschlagen und auch gerettet hatte, fragte erstaunt: „<em>Als ich</em><br />
<em> dich gekränkt hatte, hast du deinen Satz nur in den Sand geschrieben, aber nun</em><br />
<em> ritzt du die Worte in einen Stein. Warum?&#8221;</em> Der andere Freund antwortete:</p>
<p><em>„Wenn uns  jemand gekränkt oder beleidigt hat, sollten wir es in den Sand schreiben. Dann  kann der Wind des Verzeihens es wieder auslöschen. Aber wenn jemand etwas tut,</em><br />
<em> was gut für uns ist, sollten wir es in Stein gravieren, damit kein Wind es</em><br />
<em> jemals auslöschen kann!&#8221;</em></p>
<p>(Von meinem Freund Hans-Werner Kleindiek übermittelt)</p>
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		</item>
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		<title>Szenen einer Ehe</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 07:24:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Heinz Heidtmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Modernes Leben]]></category>
		<category><![CDATA[bekvechten]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Ehepaar]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Paarbeziehung]]></category>

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		<description><![CDATA[Sagt er zu ihr: &#8220;Wenn Du um 11:00 Uhr losfährst …“ Unterbricht sie ihn scharf: „Ich fahre schon um 10:00 Uhr los!“ Weiter kam er leider nicht mehr bei seinen Überlegungen, wann er seine Frau wohl zurückerwarten könne nach ihrem Ausflug mit den Patenkindern. Und das &#8230; <a href="http://www.zweitgeist.net/2012/04/in-die-jahre-gekommen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sagt er zu ihr: <em>&#8220;Wenn Du um 11:00 Uhr losfährst …“</em><br />
Unterbricht sie ihn scharf: <em>„Ich fahre schon um 10:00 Uhr los!“</em></p>
<p>Weiter kam er leider nicht mehr bei seinen Überlegungen, wann er seine Frau wohl zurückerwarten könne nach ihrem Ausflug mit den Patenkindern. Und das schon beim Teeaufbrühen, also im Morgengrauen &#8211; ein Wort, das auf diese Weise eine neue, traurige Bedeutung bekam.</p>
<p>&#8220;<em>Bekvechten</em>&#8221; &#8211; maulkämpfen, nennt man im Niederländischen passend eine Kommunikation wie diese. Kennen Sie das auch: Man(n) kann entweder keinen Satz zu Ende reden oder bekommt  auf eine Aussage postwendend einen geharnischten Gegenstandpunkt, der ihn sofort ins Unrecht setzt? Oder der Liebling sagt: <em>&#8220;Du brauchst gar nicht weiterreden, ich weiß schon genau, was Du sagen willst!&#8221;</em></p>
<p><span id="more-9527"></span></p>
<p>Loriot hat solche <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Szenen_einer_Ehe">Szenen einer Ehe </a>auf humorvolle Weise beschrieben, zB hier:<br />
Ein Ehepaar sitzt am Frühstückstisch. Der Ehemann hat sein Ei geöffnet und beginnt daraufhin das folgende Gespräch.<br />
<em>Er: &#8220;Berta!&#8221;</em><br />
<em>Sie: &#8220;Ja&#8230;&#8221;</em><br />
<em>Er: &#8220;Das Ei ist hart!&#8221;</em><br />
<em>Sie: (schweigt)</em><br />
<em>Er: &#8220;Das Ei ist hart!&#8221;</em><br />
<em>Sie: &#8220;Ich habe es gehört&#8230;&#8221;</em><br />
<em>Er: &#8220;Wie lange hat das Ei denn gekocht?&#8221;</em><br />
<em>Sie: &#8220;Zu viel Eier sind gar nicht gesund&#8230;&#8221;</em><br />
<em>Er: &#8220;Ich meine, wie lange dieses Ei gekocht hat&#8230;&#8221;</em><br />
<em>Sie: &#8220;Du willst es doch immer viereinhalb Minuten haben&#8230;&#8221;</em><br />
<em>Er: &#8220;Das weiß ich&#8230;&#8221;</em><br />
<em>Sie: &#8220;Was fragst du denn?&#8221;</em><br />
<em>Er: &#8220;Weil dieses Ei nicht viereinhalb Minuten gekocht haben kann!&#8221;</em><br />
<em>Sie: &#8220;Ich koche es aber jeden Morgen viereinhalb Minuten!&#8221;</em><br />
<em>Er: &#8220;Wieso ist es dann mal zu hart und mal zu weich?&#8221;</em><br />
<em>Sie: &#8220;Ich weiß es nicht, ich bin kein Huhn!&#8221;</em><br />
<em>Er: &#8220;Ach&#8230;! Und woher weißt du, wann das Ei gut ist?&#8221;</em><br />
<em>Sie: &#8220;Ich nehme es nach viereinhalb Minuten heraus, mein Gott!&#8221;</em><br />
<em>Er: &#8220;Nach der Uhr oder wie?&#8221;</em><br />
<em>Sie: &#8220;Nach Gefühl. Eine Hausfrau hat das im Gefühl.&#8221;</em><br />
<em>Er: &#8220;Im Gefühl? Was hast du im Gefühl?&#8221;</em><br />
<em>Sie: &#8220;Ich habe es im Gefühl, wann das Ei weich ist.&#8221;</em><br />
<em>Er: &#8220;Aber es ist hart. Vielleicht stimmt da mit deinem Gefühl was nicht.&#8221;</em><br />
<em>Sie: &#8220;Mit meinem Gefühl stimmt was nicht? Ich stehe den ganzen Tag in der Küche, mache die Wäsche, bring deine Sachen in Ordnung, mache die Wohnung gemütlich, ärgere mich mit den Kindern rum, und du sagst, mit meinem Gefühl stimmt was nicht?&#8221;</em><br />
<em>Er: &#8220;Ja, ja, wenn ein Ei nach Gefühl kocht, dann kocht es eben nur zufällig genau viereinhalb Minuten!&#8221;</em><br />
<em>Sie: &#8220;Es kann dir doch genau ganz egal sein, ob das Ei zufällig viereinhalb Minuten kocht. Hauptsache, es kocht viereinhalb Minuten!&#8221;</em><br />
<em>Er: &#8220;Ich hätte nur gern ein weiches Ei und nicht ein zufällig weiches Ei! Es ist mir egal, wie lange es kocht!&#8221;</em><br />
<em>Sie: &#8220;Aha! Das ist dir egal. Es ist dir auch egal, ob ich viereinhalb Minuten in der Küche schufte!&#8221;</em><br />
<em>Er: &#8220;Nein, nein!&#8221;</em><br />
<em>Sie: &#8220;Aber es ist nicht egal. Das Ei muss nämlich viereinhalb Minuten kochen.&#8221;</em><br />
<em>Er: &#8220;Das habe ich doch gesagt.&#8221;</em><br />
<em>Sie: &#8220;Aber eben hast du doch gesagt, es ist dir egal!&#8221;</em><br />
<em>Er: &#8220;Ich hätte nur gern ein weiches Ei.&#8221;</em><br />
<em>Sie: &#8220;Gott, was sind Männer primitiv!&#8221;</em><br />
<em>Er: (düster vor sich hin) &#8220;Ich bringe sie um. Morgen bringe ich sie um.&#8221;</em></p>
<p>Wieso entwickelt sich das bei &#8220;alten&#8221; (Ehe-) Paaren so? Ein Freund schreibt: <em>&#8220;Meine Toleranz und Kompromissbereitschaft zwingen mich auf dem eingeschlagenen Weg zu bleiben – und Macken habe ich ja auch, und sicher wird es meiner Frau ähnlich gehen, wer weiß, wie lange schon?&#8221;</em></p>
<p>Es gibt &#8211; je nach Temperament &#8211; offenbar ganz unterschiedliche Verhaltensweisen, um auf solche Entwicklungen zu reagieren. Der Eine legt sich ein zeitaufwändiges Hobby zu und ist dauernd (zB auf dem Radl) unterwegs, mancher wird einfach zum Workoholic, der Nächste wird schwerhörig (oder tut zumindest so), ein Dritter geht fremd, zieht aus, lässt sich scheiden usw.</p>
<p>Wie gehen Sie mit ehelichen Scharmützeln um? Welche Empfehlungen können Sie anderen geben, damit der Tag nicht schon beim Frühstück eskaliert?</p>
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