Immer weniger Verkehrstote

In den vergangenen Tagen konnten wir in der hiesigen Presse Berichte über die weiter gesunkene Zahl an Verkehrstoten lesen. Die Nachricht an sich ist natürlich erfreulich, sofern man sich bei Berichten über Tote überhaupt freuen kann.

Immer wird in diesem Zusammenhang auf die Maßnahmen der Polizei und der Politik verwiesen. Natürlich tragen derartige Entscheidungen im gewissen Umfang zu dieser positiven Entwicklung bei; doch sie sind es eben nicht alleine. Einen ganz entscheidenden Anteil haben die immer sichereren Autos an dieser Entwicklung. Was immer sich die Industrie zu diesem Thema Sicherheit einfallen lässt, kann nur mit Wohlwollen betrachtet werden.

Wenn ich mir alleine die täglichen Unfallbilder in den Medien ansehe, dann muss ich erkennen, dass es gerade die Sicherheit der Autos ausmacht, dass die Zahl der Unfalltoten permanent sinkt. Es sind oftmals grausige und entsetzliche Bilder und ich frage mich ständig, wie können Menschen in dem Schrotthaufen überhaupt noch überleben?

Größtenteils liegt es wohl in den meistens Fällen an einer überhöhten Geschwindigkeit; denn sonst könnten Autos nicht derart in chaotische Einzelteile zerlegt werden. Jede und jeder mag für sich entscheiden, wie sie oder er das Fahrverhalten auf unseren Straßen empfindet; doch nach meiner Meinung ist Raserei auf den Straßen das größte Problem. Hinzu kommt, dass diese Fahrweise oft in keinem Verhältnis zu der Witterung steht. Oder verleiht uns diese vermeintliche Sicherheit der Autokarosserien zu solch‘ wahnsinnigem Verhalten?

Es sind also wie immer mehrere Faktoren, die ausschlaggebend sind. Überdies ist bei Unfallüberlebenden noch nicht gesagt, in welchem gesundheitlichen Zustand sie sich später befinden. Erschreckend ist bei diesen Berichten dann auch eine weitere Erkenntnis:

Die meisten Verkehrstoten sind bei Fußgängern (z.B. gerade auch Kindern) und Fahrradfahrern zu verzeichnen. Sie haben eben keine Knautschzonen und keinen Sicherheitsmetallkörper zu ihrem Schutz. Es gibt also noch viel zu tun, damit es auf unseren Straßen nicht ständig kracht.

Hans-Werner Kleindiek

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