So war es! Wirklich?

Wissenschaftliche Studien bestätigen immer wieder: Das menschliche Gedächtnis ist unzuverlässig, vor allem, wenn es um das eigene Tun geht.

Nicht nur, weil man vieles vergisst, sondern vor allem, weil das Gedächtnis Fakten und Erlebnisse verdreht, anders zusammenmontiert, wesentliche Aspekte weglässt oder blumig ausschmückt.

Das Verzerren, Beschönigen, Ausschmücken und Wegschneiden dient einem guten Zweck: Es hilft, sich selbst in gutes Licht zu setzen – eine wichtige evolutionäre Überlebensstrategie. Das menschliche Gehirn arbeitet dabei wie ein Regisseur, der die überarbeiteten Sequenzen so zusammenfügt, dass sie wieder eine schlüssige – positive – Geschichte ergeben.

So werden aus mittelmäßigen Leistungen im Rückblick oft großartige Verdienste und reduziert sich eine bewusst begangene Straftat zur einer kleinen Nachlässigkeit.

Die Selbstbereicherer, Steuersünder oder Vorteilsnehmer können also fast gar nichts dafür, wenn sie sich später nicht recht erinnern. „Es ist mir nicht erinnerlich„, so sagte einst auch Ex-Kanzler Kohl in der CDU-Spendenaffäre – und vermutlich hat er damit nicht einmal gelogen.

Nur im Moment des Vergehens, da ist Frau Schwarzer schon verantwortlich gewesen – sofern sie damals im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte war.

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