„Trägheit macht traurig“ (Thomas von Aquin)

Bereits hier berichteten wir über die Muße. Dem süßen Nichtstun steht nicht entgegen, dass auch Aktivität glücklich machen kann. Vermutlich besteht Glück immer aus der Erfahrung von Gegensätzen – wer den Schatten nicht kennt, wird sich am Licht wenig erfreuen können.

Tätigkeit ist ein Schlüssel zum Glück. Dauerhaftes Faulenzen führt nicht unbedingt zu guten Gefühlen. Körperliche Aktivität hat viele Aspekte:
– Der Organismus wird aktiviert und belebt
– Es entstehen dabei ggf. auch praktische Ergebnisse
– Aktivität an der frischen Luft bzw. in der freien Natur birgt zusätzliche Reize
– Man kommt nicht auf „dumme Gedanken“

Allein schon der tägliche Spaziergang, lüftet den Menschen gut durch.
Mancher läuft lieber jeden Tag.
Auch Gartenarbeit ist eine wunderbare Alternative zum klassischen Sport.
Auch die Arbeit an sich hat durchaus positive Funktionen jenseits des Gelderwerbs.
Und wer unbedingt in den Geräteschuppen will, der wird auch hier geläutert.

Und wer als Stubenhocker weitere Anregungen sucht, kann sie zB hier finden.

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1 Antwort zu „Trägheit macht traurig“ (Thomas von Aquin)

  1. Guten Morgen in die Runde der Weltverbesserer,

    volle Unterstreichung Deiner These von Thomas von Aquin, Karl-Heinz!!!
    Mir fällt dazu der Verhaltensforscher Konrad Lorenz ein, von dem ich einst diese Zeilen fand.

    Gesagt ist noch lange nicht gehört.
    Gehört ist noch lange nicht verstanden.
    Verstanden ist noch lange nicht einverstanden.
    Einverstanden ist noch lange nicht angewendet.
    Angewendet ist noch lange nicht beibehalten.

    … es ist und bleibt eine stete Auseinandersetzung mit sich selbst.
    Du kannst es Neugierde nennen oder Interessiertheit.
    Mich jedenfalls haben immer wieder Menschen motiviert, die sich nicht der Lethargie überlassen, egal, wie langsam es manchmal vorwärts geht. Das ist sowohl körperlich als auch seelisch zu verstehen. Man kann sich auch kaputt fitten, ohne etwas begriffen zu haben.
    Unser Leben ist so vielfältig, an Anregungen mangelt es nicht. Einfache Lösungen im Sinne von leicht umsetzbar! Tun kann es aber kein Anderer für dich. Du allein trägst die Verantwortung.

    In diesem Sinne sende ich Dir, Karl-Heinz, ein Verslein gegen Traurigkeit zu.

    Der Sonnenstrahl

    Der Winter war so finster
    und trüb in diesem Jahr.
    Der Sonnenstrahl hat’s schwer gehabt.
    Nun endlich ist er da.

    Er ist noch so zerbrechlich,
    ganz zart umfass ich ihn.
    Möchte ihn nicht verlieren,
    schau lächelnd zu ihm hin.

    Ganz sacht und sanft entwindet
    er sich aus meiner Hand.
    Und siehe da, er schwindet
    hinter die Wolkenwand.

    Von dorther winkt er immer wieder
    zu meiner Freude mir.
    Du kannst mich doch nicht fangen,
    ich bin für alle hier.

    Bergholz-Rehbrücke, 6.3.13 / 8.30 … Gedanken auf dem Weg zu Liam am Die, 5.3.13

    Allen, die hier lesen oder schreiben, einen sonnigen Tag, auch dann, wenn die Sonne nicht am Himmel steht!
    Man kann die Sonne auch hinter Wolken sehen. Dieser Titel einer Verssammlung von behinderten Menschen hier in Potsdam, hat mich seinerzeit sehr berührt.
    „Die Sonne hinter Wolken sehen“.

    Herzliche Grüsse von der „Brandenburger Scholle“.
    Regine Heidmann

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