Erntezeit – die Früchte des Gartens

OpaH3In diesen Sommerwochen kann, wer einen gut angelegten Obstgarten hat, sich selbst täglich mit leckeren Früchten versorgen.

Die Idee dazu stammt aus vergangenen Tagen, als jedes Haus auf dem Lande sein Obst kultivierte. In unserem vorderen Garten in Sagehorn befanden sich die Obstbäume. Einige wurden zur Verbesserung der Früchte „aufgepropft“. Rechts im Bild unser Obstgarten Anfang der 50er Jahre während der Obstblüte. Die meisten Bäume stehen noch heute.

Anfangs gab es auch drei Sorten Birnen, ein Baum hat bis heute überlebt. Doch einer war dermaßen schnell hoch gewachsen, dass die herabfallenden Birnen nicht nur beim Aufprall Matsch waren, sondern ihm nachts zunehmend den Schlaf raubten. Opa Heidtmann hat den Baum daher eines Tages kurzerhand umgehauen. Die Johannis- und Stachelbeerbüsche standen hinterm dem Haus im Gemüsegartenbereich.

Bei uns in Melchiorshausen beginnt der Reigen der Sommerfrüchte mit den Erdbeeren, die man schon gleich morgens im Bademantel von der Hand in den Mund ernten kann. Die wilden Erdbeeren haben sich selber ausgesät und werden von Jahr zu Jahr mehr. Auch mit Vanilleeis ausgesprochen lecker! Parallel dazu ist der Rhabarber herangereift. Diesen genießen wir als Kompott. Auch hier passt ggf. Vanilleeis.

Es folgen wenig später Himbeeren und die roten Johannisbeeren. Erste sind zum sofortigen Verzehr gedacht, aus letzteren wird meist Marmelade gemacht. Die Aronia-Beeren tragen dieses Jahr noch nicht. Die schwarzen Johannisbeeren werden zu „Cassis“ verarbeitet – so zum rohen Verzehr ist ihr Geschmack zu intensiv. Die (roten und grünen) Stachelbeeren reichen meist auch nur zum sofortigen Verzehr. Als Marmelade können sie etwas „muffig“ schmecken. Am besten man kombiniert sie dann mit anderen Früchten.

Als letztes werden die Brombeeren reif. Der Sanddorn will weiterhin nicht recht. Die Kamschatkabeeren (ein Tipp von Gärtner Pötschke) haben nie getragen, vielleicht war der Standort zu dunkel?

An den Bäumen wachsen Aprikosen, Pfirsiche, Zwetschgen, Birnen und Äpfel. Vielleicht gibt es dieses Jahr auch erstmals Kiwi? Der Nachbar schenkte uns just einen kleinen Walnussbaum, da braucht es ein paar Jahre Geduld.

Was zu viel zum sofortigen Verzehr ist, wird eingefroren oder – so dazu geeignet – zu Marmelade verarbeitet. Gerade haben wir die tiefgefrorenen Kirschen vom vergangenen Jahr aus „Nachbars Garten“ mit Gelierzucker 1:2 auf Gläser gefüllt.

Wohl dem also, der einen eigenen Garten hat!

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