Sind Sie auch reich?

Foto: khh

Ein geflügeltes Wort besagt, dass man nicht reich wird durch das Geld, das man verdient, sondern durch das, was man nicht ausgibt. Und in der Hansestadt Bremen sagen die Kaufleute gerne passend: „Hebben kümt von sporen“ – Haben kommt vom Sparen. Wie wahr!

Manche Menschen in meinem Umkreis sind nach materiellen Kriterien wirklich reich – und damit meine ich nicht den Freund mit eigenem Ferienhaus auf der Insel oder jenen mit Villa in Binz. Ich meine jene, die viele, viele Millionen ihr eigen nennen.

Kein leichtes Los, denn wer hat, will idR nichts verlieren. Der Begriff „Verlustaversion“ bezeichnet diese Tatsache wissenschaftlich und will sagen: Über einen Euro Verlust ärgert sich der Mensch doppelt so stark als er sich über einen Euro Gewinn freut.

Eine Anekdote, deren Verfasser mir leider nicht erinnerlich ist, handelt vom „Reichen Mann“:

Es war einmal ein reicher Mann mit einem mitleidigen Herzen.

Er sammelte elf arme Leute um sich und machte ihnen den Vorschlag, sein Vermögen in zwölf gleiche Teile zu teilen. Jeder, auch er selber sollte die gleiche Menge bekommen.

Die Armen willigten ein, holten sich an jedem ersten des Monats ihr Geld ab. Alle zwölf lebten einige Zeit in angenehmen Verhältnissen.

Eines Tages sah der reiche Mann einen noch ärmeren am Wegesrand sitzen und schlug den anderen elf vor, jeder solle nun seinerseits ein Zwölftel hergeben, dann würde es für einen weiteren Menschen reichen.

Aus Empörung über ein solches Ansinnen wurde der Mann totgeschlagen.

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