Sommerzeitumstellung

Die zunehmend kritische Berichterstattung in den Medien über den Sinn und Nutzen der Sommerzeit ist auffallend. Inzwischen weiß der aufmerksame „Z(w)eitgeist“, dass immer dann Obacht geboten ist, wenn in kurzer Folge auffallend viele Studien in einer Vielzahl von Medien zu einem Thema veröffentlicht werden.

Nahzu alle Zeitungen haben sich anlässlich der diesjährigen Sommerzeitumstellung gegen eben diese geäußert. Bereits in den vergangenen Jahren erschienen „wissenschaftliche“ Studien, die belegen sollten, dass die Sommerzeit keine Ersparnis bringe – denn das war einst wohl der Grund für Ihre Einführung, durch längere Nutzung des Tageslichts weniger Energie (Strom) zu verbrauchen.

„DIE ZEIT“ legt mit ihrer Ausgabe Nr. 13 nach und lässt einmal mehr den Schlafforscher Zulley zu Wort kommen und behauptet gar „Die Sommerzeit ist schädlich, überflüssig und schlecht begründet„. Plötzlich lesen wir, dass wir die gesamte Sommerzeit über nicht in der Lage seien, die eine verlorene Stunde biorhythmisch einzuholen. Mit Verlaub: Das ist lachhaft!

Wieder einmal erleben wir eine rein materielle, quantitaive Debatte. Doch wie steht es um die qualitative Dimension? Genießen nicht zumindest die meisten Nordlichter die gewonnene Helligkeit am Abend, wenn vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden belebenden Blick?

Es ist ein kreuz mit den MBA und anderen Zahlenbiegern: Was sich nicht in nutzenbringenden Kennziffern ausdrücken lässt, gehört abgeschafft.

Summertime – when the living is easy.

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