Glück

Das Glück hat es in Deutschland schwer.

Andere Länder haben in ihrer Sprache bis zu drei verschiedene Ausdrücke für „Glück haben“, einen „Glücksmoment erleben“ und“dauerhaft im Glück leben“.

Zum Beispiel die Franzosen mit: „fortune“ bzw.“chance“, „plaisir“ und „bonheur“.

Oder die Engländer mit:“luck“, „fortune“ und „happiness“.

Oder die Spanier mit:“fortuna“ bzw. „suerte“, „placer“ und „“felicidad“.

Dafür alles muss bei uns das eine Wort „Glück“ herhalten. Dabei ist unser „Glück“ durchaus mit dem englischen“luck“ verwandt. Man sieht es noch am Niederländischen Wort „geluk“. Und  auch im Norwegischen „lukka“ oder „lykka“ verbirgt es sich ähnlich wie im mittelhochdeutschen“gelinc“ – denn all diese Worte haben etymologisch mit dem „Gelingen“ zu tun. Damit ist Glück keinesfalls die Abwesenheit von Leid. Nein, das Glück gelingt durch das tätige Gelingen! Wer Glück hat, dem gelingt etwas.

Vielleicht schrieb Brecht deshalb auch schon:
„Ja, renn nur nach dem Glück,
Doch renne nicht zu sehr!
Denn alle rennen nach dem Glück,
Das Glück rennt hinterher.“

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